Zuverlässigkeit
Wie zuverlässig erkennt Fileverity KI-generierten Text?
Alle Fehlalarm- und Erkennungsquoten von FVDOC V3, gemessen an Dokumenten, die bei der Entwicklung nie verwendet wurden – und die Fälle, in denen die Erkennung schwächer ist.
Zuletzt aktualisiert
Kurz gesagt
In der Validierung von FVDOC V3 (Oktober 2026) wurden 0,2 % der von Menschen verfassten deutschen Texte fälschlich als KI-generiert eingestuft und 98 % der vollständig KI-generierten deutschen Dokumente erkannt. Deutlich schwächer ist die Erkennung bei einzelnen KI-Passagen in sonst menschlich verfassten deutschen Dokumenten – sie bleiben meist unerkannt – sowie bei leichter Überarbeitung, Umformulierung und Paraphrase.
Erkennung KI-generierter Dokumente
| Testsatz | Erkannt |
|---|---|
| Deutsch | 98 % |
| Englisch | 99,5 % |
| Französisch | 100 % |
| Spanisch | 100 % |
| Chinesisch | 100 % |
| Modellfamilie OpenAI | 100 % |
| Modellfamilie Anthropic | 99,3 % |
| Modellfamilie Google | 100 % |
| Modellfamilie DeepSeek | 99,5 % |
| Modelle, die bei der Entwicklung nie verwendet wurden | 98,4–100 % |
| Eine ganze Modellfamilie, bei der Entwicklung zurückgehalten | 96,5–100 % |
| KI-geschriebene Nachahmungen deutscher Fachdokumente zum selben Thema | 92,5 % |
| Dasselbe, Spannweite über alle fünf Sprachen | 92,5–95,2 % |
| KI-geschriebene Nachahmungen schadentypischer Dokumente zum selben Thema | 91 % |
Nachahmungen sind Dokumente, die eine KI zu Thema und Dokumenttyp einer realen Vorlage neu verfasst hat, ohne deren Text zu übernehmen.
Validierung von FVDOC V3 auf zurückgehaltenen Testdaten, Oktober 2026
Funktionstests sind keine Erkennungsgenauigkeit
Die Offline-Regression umfasste 38 Szenarien mit 35 unterschiedlichen Dateiinhalten, darunter 10 öffentliche Dokumente, sowie Berichtserstellung und Darstellung in fünf Sprachen. Sie prüft Verarbeitung, korrekte Ablehnung und Belegdarstellung, nicht KI-/OCR- oder Betrugserkennungsgenauigkeit. Modellzahlen gelten nur für die genannten Daten, Sprachen, Aufgaben und Versionen, nicht pauschal für Scan-Felder, Signaturen oder alle Dokumente.
Web-Limits: 50 MB, 100 Seiten und 60.000 Wörter; zusätzliche Ressourcenlimits gelten je Prüfung. Nicht geprüft, teilweise geprüft und unbestimmt werden getrennt. Ein unauffälliges Ergebnis ist kein Echtheitsnachweis. Keine Zusage für gelöschte Historien, alle visuellen Schwärzungsreste, vollständige UTS-#39-Konformität oder zertifizierte PAdES-Langzeitvalidierung.
Quellen
- EPA: public training documentsAbgerufen am 30. Oktober 2026
- Section508.gov: public document training materialsAbgerufen am 30. Oktober 2026
Fehlalarmquote, Erkennungsrate und weitere Begriffe
Die Fehlalarmquote (Falsch-positiv-Rate) gibt an, welcher Anteil tatsächlich von Menschen verfasster Texte fälschlich als KI-generiert eingestuft wird. Für die Prüfung von Geschäftsdokumenten ist sie die wichtigste Kennzahl, weil ein Fehlalarm einen unberechtigten Verdacht erzeugt.
Die Erkennungsrate gibt an, welcher Anteil KI-generierter Dokumente als solche erkannt wird. Sie hängt stark davon ab, wie viel KI-Text ein Dokument enthält und wie er entstanden ist.
„Nicht eindeutig“ bedeutet: Die Signale reichen für keine Einstufung aus. Der „Anteil des geprüften Textes in markierten Passagen“ gibt an, welcher Teil der bewerteten Wörter in markierten Passagen liegt; er ist keine Wahrscheinlichkeit. Zurückgehaltene Testdaten sind Dokumente, die bei der Entwicklung von FVDOC V3 nie verwendet wurden.
Eine niedrige Fehlalarmquote bedeutet nicht, dass ein einzelner positiver Befund mit derselben Sicherheit zutrifft. Wie belastbar ein Befund ist, hängt auch davon ab, wie häufig KI-Texte in den geprüften Unterlagen überhaupt vorkommen.
Fehlalarme nach Sprache
| Sprache | Fehlalarmquote |
|---|---|
| Deutsch | 0,2 % |
| Englisch | 0,2 % |
| Spanisch | 0,1 % |
| Chinesisch | 0,7 % |
| Französisch | 0,9 % |
Validierung von FVDOC V3 auf zurückgehaltenen Testdaten, Oktober 2026
Fehlalarme bei Fachdokumenten
| Testsatz | Fälschlich markiert |
|---|---|
| Deutschsprachige Rechtstexte | 0 % |
| Deutsche PDF-Dokumente aus der Praxis | 0 % |
| Rechtstexte, fünf Sprachen | 0 % |
| PDF-Dokumente aus der Praxis, fünf Sprachen | 0 % |
Kein Fehlalarm in einem Testsatz heißt nicht, dass Fehlalarme ausgeschlossen sind.
Validierung von FVDOC V3 auf zurückgehaltenen Testdaten, Oktober 2026
Fehlalarme nach Textlänge
| Textlänge | Fehlalarmquote |
|---|---|
| 150–300 Wörter | 0,7 % |
| 300–1.000 Wörter | 0,4 % |
| Über 1.000 Wörter | 0,2 % |
Bei chinesischem Text zählen etwa zwei Schriftzeichen als ein Wort.
Validierung von FVDOC V3 auf zurückgehaltenen Testdaten, Oktober 2026
Formatierung und Vorlagen
| Text | Fehlalarme |
|---|---|
| Als Brief oder Vertrag neu gesetzt (Nummerierung, Seitenzahlen, Unterschriftszeilen), Deutsch | 0,2 % |
| Dasselbe, Spannweite über alle fünf Sprachen | 0,2–0,7 % |
| Ausgefüllte Vorlagen, Deutsch | 0 % |
| Ausgefüllte Vorlagen, Spannweite über alle fünf Sprachen | 0 % |
Validierung von FVDOC V3 auf zurückgehaltenen Testdaten, Oktober 2026
So lesen Sie ein Ergebnis
„Hinweise auf KI-generierten Text“ betrifft das Dokument als Ganzes. „Teilweise KI-Textsignale“ heißt, dass einzelne Passagen markiert sind; der Bericht nennt dann den Anteil des geprüften Textes in markierten Passagen. „Keine nennenswerten KI-Textsignale“ heißt nicht, dass ein Mensch den Text verfasst hat – nur, dass die Prüfung keine ausreichenden Signale gefunden hat.
„Nicht eindeutig“ erscheint, wenn die Signale für keine Einstufung genügen. Ist zu wenig Text vorhanden, wird gar nicht bewertet und nichts berechnet.
Die Prüfung ist so ausgelegt, dass sie im Zweifel lieber einen KI-Text übersieht, als einen menschlichen Text zu Unrecht zu markieren. Nicht markierte Passagen sind damit nicht als menschlich verfasst bestätigt.
Wie wir messen
Alle Werte stammen aus Testsätzen, die bei der Entwicklung von FVDOC V3 nie verwendet wurden. Für jede Sprache und jeden Dokumenttyp gibt es eigene Sätze.
Die menschlichen Texte stammen aus realen Geschäfts-, Rechts- und Verwaltungsquellen sowie von Webseiten. Die KI-Texte wurden mit Modellen der vier großen Modellfamilien erzeugt, dazu mit Modellen – und einer ganzen Modellfamilie –, die bei der Entwicklung bewusst ausgespart blieben.
Jeder Wert gilt für eine bestimmte Version und ein bestimmtes Datum: FVDOC V3, Oktober 2026.
Warum wir Quoten statt einer einzigen Genauigkeitszahl veröffentlichen
Eine einzige Genauigkeitszahl sagt nichts darüber, an welchen Texten gemessen wurde, wie oft menschliche Texte fälschlich markiert werden und wo ein Verfahren versagt. Für einen Prüfbericht, der in eine Akte geht, zählen genau diese Angaben.
Deshalb veröffentlichen wir Fehlalarm- und Erkennungsquoten getrennt, je Sprache, Länge und Dokumenttyp – und benennen die Bedingungen, unter denen das Signal schwächer ist.
Versionen und Aktualität
FVDOC V3 hat frühere Versionen vollständig abgelöst. Mit jeder neuen Version wird die Validierung wiederholt und diese Seite aktualisiert.
Jeder Prüfbericht nennt Modellversion, Validierungsdatum und die Adresse dieser Seite, damit sich ein Befund auch später den damals gültigen Messwerten zuordnen lässt.
Geltungsbereich der Erkennung
Diese Bedingungen weist jeder Prüfbericht unter seinen Grenzen aus.
- KI-Passagen in sonst menschlich verfassten Dokumenten, einzeln oder als größere Blöcke, werden schwächer erkannt als vollständig KI-generierte Dokumente. In deutschen Dokumenten bleiben sie meist unerkannt; deutsche Prüfberichte weisen auf diese Grenze eigens hin.
- Die Erkennung ist geringer, wenn KI ein menschlich verfasstes Dokument unter Übernahme der Fakten neu fasst, umformuliert oder leicht überarbeitet. Leichte Überarbeitung bleibt oft unerkannt, und sprachübergreifend schwankt die Erkennung stark je nach Modellfamilie.
- Kleine, über das Dokument verstreute KI-Änderungen, KI-unterstützt verfasste sowie paraphrasierte oder rückübersetzte KI-Texte werden häufig nicht erkannt.
- In gemischten Dokumenten decken die markierten Passagen nur einen Teil des KI-geschriebenen Wortlauts ab; was markiert wird, ist überwiegend KI-geschriebener Wortlaut. Nicht markierte Passagen sind nicht als menschlich verfasst bestätigt, und ein negatives Ergebnis entlastet ein Dokument nie.
- Kürzere Texte, Formulare und Tabellen werden nicht bewertet.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft hält Fileverity einen menschlichen Text fälschlich für KI?
Je nach Sprache bei 0,1 % bis 0,9 % der von Menschen verfassten Texte, bei deutschen Texten bei 0,2 %. Bei deutschsprachigen Rechtstexten lag die Fehlalarmquote in der Validierung von FVDOC V3 (Oktober 2026) bei 0 %, bei deutschen PDF-Dokumenten aus der Praxis bei 0 %.
Funktioniert die Erkennung bei deutschen Texten so gut wie bei englischen?
Bei vollständig KI-generierten Dokumenten und bei den Fehlalarmen ja: 98 % Erkennung und 0,2 % Fehlalarme im Deutschen gegenüber 99,5 % und 0,2 % im Englischen. Bei einzelnen KI-Passagen in sonst menschlich verfassten Dokumenten ist sie im Deutschen deutlich schwächer: Solche Passagen bleiben in deutschen Dokumenten meist unerkannt.
Erkennt Fileverity auch neue KI-Modelle?
Dokumente von Modellen, die bei der Entwicklung nie verwendet wurden, erkannte FVDOC V3 in der Validierung zu 98,4–100 %; bei einer ganzen zurückgehaltenen Modellfamilie zu 96,5–100 %. Neue Modelle werden mit jeder Version erneut gemessen.
Kann man die Erkennung durch Umschreiben austricksen?
Teilweise, ja. Lässt jemand einen Text von einer KI umformulieren, leicht überarbeiten oder paraphrasieren, ist die Erkennung geringer; leichte Überarbeitung bleibt oft unerkannt. Die Prüfung liest aber auch die Datei: KI-Kennzeichnungen, Speicherverlauf und versteckte Zeichen werden unabhängig vom Wortlaut ausgewertet.
Warum ist ein Ergebnis manchmal „nicht eindeutig“?
Weil die Signale im Text für keine Einstufung ausreichen – etwa bei knappen, stark formelhaften oder gemischt verfassten Texten. Statt eine Einstufung zu erzwingen, weist der Bericht dies aus und empfiehlt einen nächsten Schritt, zum Beispiel die Anforderung der digitalen Originaldatei.
Wie funktioniert die Erkennung KI-generierter Texte?
Die Erkennung KI-generierter Texte vergleicht die sprachlichen Muster eines Textes mit denen, die für maschinell erzeugte Sprache typisch sind, und bewertet, wie gut ein Text zu menschlicher oder maschineller Sprache passt. FVDOC V3 tut das für jede Sprache gesondert und markiert die Passagen, in denen sich die Signale zeigen. Weil es dabei um Wahrscheinlichkeiten geht, gehören Fehlerquoten und Grenzen zu jedem Ergebnis.
Woher stammen die Werte?
Aus der eigenen Validierung von Fileverity auf zurückgehaltenen Testsätzen. Forschungseinrichtungen können über unseren Kontakt eine eigene Auswertung unter Vereinbarung anfragen.
Dokumente prüfen, bevor Sie entscheiden.
Prüfen Sie Schadenunterlagen, Rechnungen und Geschäftsunterlagen auf Manipulationshinweise und KI-generierte Inhalte. Fileverity verbindet Dokumentenprüfung mit nachvollziehbaren Belegen für Ihr Team. Starten Sie mit einer Datei oder besprechen Sie Ihren Prüfprozess mit uns.