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Zeugnisse prüfen: So erkennen Hochschulen gefälschte Bewerbungsunterlagen

Zeugnisse prüfen im Zulassungsbüro: erst offizielle Wege wie uni-assist, APS und Aussteller, dann Dateianalyse für Zeugnisse, Sprachnachweise und Schreiben.

Veröffentlicht · 9 Min. Lesezeit

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Um Zeugnisse zu prüfen, holen Sie die Bestätigung bei der Einrichtung ein, die sie ausgestellt hat, oder bei einem offiziellen Dienst, den diese Einrichtung nutzt, statt der hochgeladenen Kopie zu vertrauen. Muss Ihr Verfahren hochgeladene Dateien akzeptieren, untersuchen Sie jede Datei auf Spuren einer Bearbeitung und klären Auffälligkeiten beim Aussteller, bevor Sie entscheiden. Das Dokument bestätigt sich nie selbst; das tut die Akte des Ausstellers.

Dieser Ratgeber richtet sich an Zulassungsstellen, International Offices, Studierendensekretariate und Graduiertenbüros an Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Beispielen aus dem deutschen Verfahren. Er behandelt die offiziellen Wege für jedes Bewerbungsdokument, die Formen von Dokumentenbetrug, was eine Dateianalyse zeigen kann und was nicht, KI-geschriebene Empfehlungsschreiben und Motivationsschreiben, ein faires Verfahren und eine Checkliste. Er ist keine Rechtsberatung.

Zeugnisse prüfen: erst der offizielle Weg

Wer Zeugnisse prüft, beginnt bei dem Weg, auf dem das Dokument eingegangen ist. Eine Unterlage, die der Aussteller Ihnen direkt schickt oder die Sie in einem offiziellen Dienst bestätigen, ist selbst ein Nachweis. Eine Datei der Bewerbenden bleibt eine Behauptung, bis sie mit der Akte des Ausstellers übereinstimmt.

Auch die Dienste für Bewerbungen aus dem Ausland arbeiten mit Prüfstufen. Uni-assist prüft im Vorprüfungsverfahren (VPD) laut eigener Auskunft nur einen Teil der Dokumente und stellt nach positiver Prüfung ein Dokument aus, mit dem sich Bewerbende direkt bei der Hochschule bewerben; über die Zulassung entscheidet die Hochschule (uni-assist, Bewerbung planen). Wie viel Ihre Hochschule selbst prüfen muss, hängt deshalb davon ab, ob sie uni-assist beteiligt und in welchem Umfang.

DokumentOffizieller WegPraktische Hinweise
Schul- oder StudienzeugnisAusstellende Schule oder Hochschule; im Ausland oft über uni-assist oder die Zulassungsstelle der HochschuleUni-assist erkennt Zeugnisse als offiziell an, wenn sie Unterschrift und Stempel der ausstellenden Einrichtung tragen, einen Hinweis auf maschinelle Erstellung oder einen Verifizierungscode. uni-assist, Zeugnisse und Übersetzungen
Zeugnisse aus China, Vietnam und IndienZertifikat der Akademischen Prüfstelle (APS) an der Deutschen BotschaftDie APS prüft die eingereichten Unterlagen und stellt ein Zertifikat aus, das viele Hochschulen für diese Länder verlangen. Ob es nötig ist, hängt von Hochschule, Studienstufe und Land des Schulabschlusses ab. TUM, APS-Zertifikat, Hochschule München, APS
Einordnung eines ausländischen Abschlussesanabin und Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Kultusministerkonferenzanabin ist die Datenbank der ZAB zu ausländischen Bildungsabschlüssen und Hochschulen (Status H+, H+/-, H-) und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; die ZAB stellt auch Hinweise zu Echtheit und Fälschungen von Zeugnissen bereit. KMK, ZAB, anabin
TestDaFVerifikation des TestDaF-Zertifikats durch das TestDaF-Institut (g.a.s.t.)Hochschulen prüfen online per Formular oder über den QR-Code auf dem Zertifikat; stimmen die Daten nicht überein, wenden sie sich an g.a.s.t. TestDaF, Verifikation
Goethe-ZertifikatVerifikationsseite des Goethe-InstitutsFür Zertifikate A1 bis C2 geben Sie Geburtsdatum, Zertifikatsnummer und Ausstellungsdatum ein und vergleichen die angezeigten Angaben mit dem Zertifikat. Goethe-Institut, Verifikation
IELTS-ErgebnisIELTS Results Service für anerkennende OrganisationenMit der Nummer des Test Report Form lassen sich Identität und Ergebnis online prüfen. IELTS, Ergebnisse prüfen
EmpfehlungsschreibenEinreichung durch die Referenzperson über Ihr Bewerbungssystem, von einer institutionellen AdresseKontaktieren Sie die Referenzperson über das veröffentlichte Verzeichnis ihrer Einrichtung, nicht über die Angaben auf dem Schreiben
Kontoauszug oder FinanzierungsnachweisBestätigung der Bank oder des Sperrkonto-AnbietersDie Auslandsvertretungen verlangen für das Visum häufig ein Sperrkonto; laut Auswärtigem Amt richtet sich dessen Höhe nach dem Aufenthaltszweck. Behandeln Sie ein heruntergeladenes PDF als Behauptung. Auswärtiges Amt, Sperrkonto
Ihr eigener ZulassungsbescheidIhre Bewerbungs- und ZulassungsakteGleichen Sie vorgelegte Bescheide mit Ihren eigenen Daten ab

Beglaubigte Kopien ersetzen die Verifikation nicht. Eine Beglaubigung bestätigt, dass die Kopie mit dem vorgelegten Schriftstück übereinstimmt. Nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz des Bundes darf eine Behörde nicht beglaubigen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass das Original geändert wurde; der Vermerk nennt unter anderem Ort, Datum, Unterschrift und Dienstsiegel (§ 33 VwVfG). Die Länder haben eigene Verwaltungsverfahrensgesetze; welche Beglaubigungen Ihre Hochschule akzeptiert, regelt ihre Satzung oder Zulassungsordnung.

Die folgende Abbildung fasst das in eine Regel für den Posteingang zusammen: Prüfen Sie zuerst den Weg, auf dem die Datei kam, und analysieren Sie nur Dateien, die von den Bewerbenden stammen.

Ablauf zum Prüfen von Bewerbungsunterlagen an der Hochschule: Hochgeladene Dateien analysieren und beim Aussteller bestätigen, direkt vom Aussteller gesendete Unterlagen auf diesem Weg verifizieren.

Direkt vom Aussteller gesendete Unterlagen sind die Verifikation; hochgeladene Dateien zeigen, was Sie den Aussteller fragen sollten.

Gefälschte Zeugnisse erkennen: typische Formen des Betrugs

Dokumentenbetrug bei Bewerbungen bedeutet selten ein Dokument aus dem Nichts. Meist wird eine echte Unterlage verändert, der Name einer echten Einrichtung geborgt oder ein Dokument eines Anbieters vorgelegt, der Abschlüsse verkauft.

DokumentTypische ManipulationErste Prüfung
Zeugnis, NotenübersichtNoten, Leistungspunkte oder Abschlussdatum in einem PDF- oder Bildeditor geändertOffizielle Unterlage beim Aussteller anfordern
AbschlusszeugnisDas Layout einer echten Hochschule nachgebaut oder ein Abschluss einer TitelmühlePrüfen, ob die Einrichtung in anabin als anerkannte Hochschule (Status H+) geführt wird, dann den Abschluss beim Aussteller bestätigen lassen
SprachzertifikatErgebnisse auf Scan oder PDF geändert oder ein erfundenes ZertifikatZertifikatsnummer im Dienst des Anbieters verifizieren
EmpfehlungsschreibenVon Bewerbenden, einer Agentur oder einem KI-Werkzeug verfasst und einer Referenzperson zugeschriebenÜber die Einrichtung bei der Referenzperson bestätigen
KontoauszugKontostand oder Kontoinhaber bearbeitet oder eine Vorlage ausgefülltBank um Bestätigung bitten oder ein von der Bank ausgestelltes Schreiben verlangen
ZulassungsbescheidEin gefälschter Bescheid im Namen Ihrer Hochschule, etwa für einen VisumantragMit Ihrer Zulassungsakte abgleichen

Für die rechtliche Einordnung, etwa als Urkundenfälschung, und für den Weg zum Schriftsachverständigen lesen Sie den Ratgeber Dokumentenfälschung erkennen. Dieser Ratgeber konzentriert sich auf die Dateien selbst.

Zeugnisse auf Echtheit prüfen: was eine hochgeladene Datei verrät

Lädt eine bewerbende Person ein PDF, eine Word-Datei oder ein Foto hoch, trägt die Datei Spuren davon, wie sie entstanden ist. Eine Dateianalyse liest diese Spuren und macht daraus Befunde, die Ihr Team nachprüfen kann. Die Dokumentenprüfung von Fileverity meldet sie mit Seitenangaben und der Stärke jedes Befunds.

SpurWas sie zeigen kannGrenze
Erzeuger- und ErstellersoftwareDass ein Zeugnis zuletzt mit einem Verbraucherprogramm gespeichert wurde und nicht im System des AusstellersViele Schulen exportieren ebenfalls mit gewöhnlicher Software
Erstellungs- und ÄnderungsdatumEine Datei, die nach dem Ausstellungsdatum oder kurz vor dem Upload verändert wurdeDaten können falsch sein oder zurückgesetzt werden
VersionsverlaufText, der nach der ersten Erstellung geändert wurdeDrucken als PDF oder erneutes Einscannen entfernt den Verlauf
Digitale SignaturEin signiertes elektronisches Zeugnis, das noch gültig ist, oder eine durch spätere Änderungen gebrochene SignaturViele echte Unterlagen sind nicht signiert
Eingebettete und angehängte FotosEin Passfoto oder Porträt, das KI-generiert oder lokal bearbeitet wirktKleine, komprimierte Fotos liefern schwächere Hinweise
Geschriebene PassagenSchreiben mit Passagen, die wie KI-geschrieben wirkenFünf Sprachen, etwa 100 Wörter oder mehr

Wie Sie jede Prüfung einsetzen, hängt vom Dokument ab. Die Matrix zeigt, welche Prüfungen für die gängigen Bewerbungsunterlagen wichtig sind und dass nur der Aussteller oder sein offizieller Dienst ein Dokument tatsächlich verifizieren kann.

Matrix der Prüfungen für Bewerbungsunterlagen: Aussteller, Dateihistorie, Signatur, KI-Text und Fotoprüfung für sechs Dokumentarten, vom Zeugnis bis zum Kontoauszug.

Die Dateianalyse engt die Frage ein; die Akte des Ausstellers beantwortet sie.

Zwei Grenzen zählen in der Praxis. Eine Datei, die ausgedruckt, eingescannt oder mit einem Konverter neu gespeichert wurde, verliert den größten Teil ihrer Historie, ein kurzer Bericht ist also kein Unbedenklichkeitsnachweis. Und ein Bericht ohne Befunde belegt nie, dass ein Dokument echt ist; er heißt nur, dass die Datei keine Spur der Änderungen zeigt, nach denen diese Prüfungen suchen. Welche Dateispuren es gibt und wie Sie sie lesen, erklärt der Ratgeber PDF auf Echtheit prüfen.

Ein Beispiel aus einem Zulassungsbüro

Fiktives Beispiel. Eine internationale Bewerberin lädt für einen Masterstudiengang ein Zeugnis als PDF, einen Kontoauszug und zwei Empfehlungsschreiben hoch.

  1. Weg. Alle vier Dateien stammen von der Bewerberin, daher lässt das Büro sie durch die Dateianalyse laufen, bevor es sich auf eine verlässt.
  2. Zeugnis. Der Bericht zeigt, dass ein Verbraucher-PDF-Editor die Datei zwei Tage vor dem Upload gespeichert hat und dass eine nachträgliche Revision Text auf Seite 1 ersetzt hat. Die elektronischen Zeugnisse der ausstellenden Hochschule tragen üblicherweise eine digitale Signatur; diese Datei hat keine.
  3. Kontoauszug. Keine Befunde. Das Büro verlangt trotzdem die Bankbestätigung, die seine Regeln vorsehen.
  4. Schreiben. Ein Schreiben wirkt durchgehend KI-geschrieben. Das Büro wertet das nicht als Täuschung, sondern schreibt die Referenzperson an der Adresse aus dem Personalverzeichnis ihrer Hochschule an und lässt das Schreiben bestätigen.
  5. Ergebnis. Das Büro fordert das offizielle Zeugnis direkt bei der ausstellenden Hochschule an. Deren Akte zeigt andere Noten, die Datei ist also eine Abweichung und geht in das Verfahren der Hochschule bei Täuschungsverdacht, in dem die Bewerberin Stellung nehmen kann. Die Referenzperson bestätigt das Schreiben, es bleibt in der Akte.

Der Bericht hat nichts entschieden. Er hat dem Büro gezeigt, welche zwei Fragen zu stellen sind, und der Aussteller und die Referenzperson haben sie beantwortet.

KI-geschriebene Empfehlungsschreiben und Motivationsschreiben

Ein KI-geschriebener Text in einer Bewerbung ist nicht automatisch ein Täuschungsversuch. Viele Hochschulen erlauben eine gewisse KI-Unterstützung und regeln unterschiedlich, was Bewerbende offenlegen müssen; gehen Sie deshalb von Ihrer eigenen Ordnung aus. Die Erkennung hilft bei zwei Dingen: Schreiben zu finden, die möglicherweise nicht von der genannten Referenzperson stammen, und zu zeigen, wo ein Motivationsschreiben mit einer Regel Ihres Studiengangs kollidieren könnte.

Verstehen Sie ein Erkennungsergebnis als einen Hinweis. Fileverity erkennt KI-geschriebene Texte auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch ab etwa 100 Wörtern und zeigt die Passagen hinter jedem Befund; die gemessenen Fehlalarmraten je Sprache sind veröffentlicht. Kein Detektor kann sagen, wer einen Text verfasst hat oder ob die Nutzung gegen eine Regel verstieß. Klären Sie es mit der Referenzperson, sprechen Sie mit der bewerbenden Person und halten Sie fest, wie Sie zu der Entscheidung gekommen sind.

Ein faires und datensparsames Verfahren

Betrugsprüfungen berühren personenbezogene Unterlagen, deshalb zählt das Verfahren drumherum so viel wie die Werkzeuge.

  • Informieren Sie Bewerbende. Weisen Sie in Ihren Bewerbungshinweisen darauf hin, dass Dokumente bei den Ausstellern verifiziert und auf Veränderungen untersucht werden können.
  • Entscheiden Sie auf Grundlage des Ausstellers. Nutzen Sie Dateibefunde, um zu bestimmen, was Sie klären, und die Bestätigung, um zu entscheiden.
  • Geben Sie Gelegenheit zur Stellungnahme. Teilen Sie die Abweichung mit und lassen Sie vor einer nachteiligen Entscheidung eine Erklärung oder eine offizielle Unterlage zu.
  • Geben Sie nur weiter, was nötig ist. Senden Sie Dienstleistern nur die Dateien, die sie brauchen, und bevorzugen Sie Werkzeuge, die sie nicht aufbewahren. Fileverity löscht hochgeladene Dateien nach der Analyse, verwendet sie nie zum Training von Modellen und versiegelt jeden Bericht, sodass sich seine Befunde später verifizieren lassen.
  • Halten Sie sensible Unterlagen bei Bedarf auf dem Campus. Enterprise-Vereinbarungen enthalten On-Premises-Betrieb, der vollständig offline läuft.
  • Beachten Sie das geltende Recht. Datenschutz- und Aktenrecht unterscheiden sich nach Land und Bundesland; fragen Sie Ihre Datenschutzbeauftragte oder Ihren Datenschutzbeauftragten, wie es für Bewerbungsunterlagen gilt.

Checkliste für Zulassungsstellen

  1. Fordern Sie Zeugnisse, Abschlüsse und Sprachnachweise auf offiziellen Wegen an, wo Ihr Verfahren es zulässt.
  2. Halten Sie fest, auf welchem Weg jedes Dokument eingegangen ist.
  3. Analysieren Sie jede von Bewerbenden gelieferte Datei, bevor Sie sich auf sie stützen.
  4. Klären Sie jede auffällige Datei beim Aussteller, mit Kontaktdaten, die Sie selbst recherchiert haben.
  5. Prüfen Sie Sprachzertifikate über den Verifikationsdienst des Anbieters.
  6. Bestätigen Sie Empfehlungsschreiben bei den Referenzpersonen unter institutionellen Adressen.
  7. Gleichen Sie eigene Zulassungsbescheide mit Ihrer Zulassungsakte ab.
  8. Geben Sie Bewerbenden vor einer nachteiligen Entscheidung Gelegenheit zur Stellungnahme.
  9. Legen Sie Bericht, Bestätigung und Entscheidung gemeinsam in der Akte ab.

Bildungskonditionen

Fileverity bietet Hochschulen, Schulen und Forschungseinrichtungen Sonderkonditionen. Einrichtungen können eine dedizierte API erhalten, die ihre Zulassungs- und Studierendensysteme mit diesen Prüfungen verbindet; die Preise sind nicht veröffentlicht, fragen Sie uns nach einem Angebot. Die Bildungskonditionen gelten außerdem für Website-Guthaben und Enterprise-Vereinbarungen. Fragen Sie Bildungskonditionen an, wir antworten innerhalb von 24 Stunden.

Häufige Fragen

Wie prüfen Hochschulen Zeugnisse?

Hochschulen lassen sich Zeugnisse vom Aussteller bestätigen oder nutzen Dienste, die Unterlagen prüfen, etwa uni-assist, anabin und die Zeugnisbewertung der ZAB oder bei Abschlüssen aus China, Vietnam und Indien das APS-Zertifikat. Lädt eine bewerbende Person eine Kopie hoch, gilt sie als vorläufig, bis sie mit der offiziellen Akte übereinstimmt.

Lässt sich ein gefälschtes Zeugnis allein am PDF erkennen?

Manchmal. Eine Dateianalyse kann zeigen, dass ein PDF bearbeitet, mit einem Verbraucherprogramm neu gespeichert oder von einer Signatur befreit wurde, die der Aussteller üblicherweise anbringt. Sie kann ein Zeugnis nie als echt belegen, und ein Scan oder ein neu gedrucktes PDF enthält kaum Historie, daher entscheidet die Bestätigung des Ausstellers.

Wie lässt sich ein TestDaF- oder Goethe-Zertifikat prüfen?

Beide Anbieter betreiben einen eigenen Verifikationsdienst: Hochschulen prüfen TestDaF-Zertifikate online per Formular oder QR-Code (TestDaF, Verifikation), Goethe-Zertifikate über die Verifikationsseite des Goethe-Instituts (Goethe-Institut, Verifikation). Ob das Ergebnis für die Zulassung genügt, entscheidet die Hochschule.

Reicht eine beglaubigte Kopie als Nachweis der Echtheit?

Nein. Die Beglaubigung bestätigt die Übereinstimmung der Kopie mit dem vorgelegten Schriftstück, nicht, dass dieses echt ist. Bei Zweifeln bleibt der Weg über den Aussteller oder einen offiziellen Prüfdienst.

Sollen wir Bewerbende ablehnen, weil ein Schreiben KI-geschrieben wirkt?

Nicht allein deswegen. Prüfen Sie Ihre Ordnung, lassen Sie das Schreiben von der Referenzperson bestätigen und sprechen Sie mit der bewerbenden Person. Erkennungsergebnisse sind Hinweise für die Prüfung, kein Beweis dafür, wer einen Text verfasst hat.

Von Yang Zheng

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